Gelesen: Mein kleiner Freund Taschi

Autorin: Anna und Barbara Fienberg

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Verlag: Kerle in Herder

Auflage: 1 (30. September 2015)

ISBN-13: 978-3451713200

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
5 – 12 Jahre

Preis: 12,99 EUR

Aufmachung des Buches

Bei diesem Hardcover Buch kann man bereits den Protagonisten der Geschichten, Taschi, sehen. Er kommt auf dem Rücken eines Schwans zu Jack geflogen, dem er seine Abenteuer erzählt. Im Hintergrund kann man schon einige der Figuren aus den kommenden Geschichten sehen. Der Buchrücken ist nicht glatt, sondern besteht aus grobem, bedrucktem Stoff.

Inhalt

Das Buch gliedert sich in sechs Kapitel. Es sind größtenteils unzusammenhängende, in sich abgeschlossene Geschichten, in denen Taschi es unter anderem mit Riesen, Geistern und einem Drachen aufnehmen muss.

Umsetzung

Die s/w Bilder sind sehr schön und voller Details, bei denen Kinder viel entdecken können. Texte und Bilder machen ungefähr je eine Hälfte des Buches aus.

Jack wirkt zu Anfang des Buches wenig sympathisch und patzig. Sein Vater stellt Fragen zu seinen Erzählungen und er antwortet immer wieder „‘Das ist doch ganz egal‘, sagte Jack, ‚immer willst du so unwichtige Sachen wissen!‘“ (S.10) oder „Und jetzt erzähle ich gar nichts mehr.“ (S. 11)

Die Geschichten sind zum Teil nicht nachvollziehbar. Ein Drache ist traurig, denn er ist der letzte seiner Art. Warum er seine Familie aufgefressen hat, bleibt ein Rätsel. Und anstatt ihn aufzumuntern, lockt Taschi ihn in eine Falle, damit er in den Fluss stürzt und sein Drachenfeuer erlischt.

Die Riesen sind zerstrittene Eheleute. Die Ehefrau sagt ihm gegenüber Dinge wie „‘Bist du das Dschintu, du mückenzerstochener Trampel von nichtsnutzigem Ehemann?‘“ (S.54) oder „‘Tschintu, schweineköpfiger Trampel von einem Ehemann […]‘“ (S.60) Es gibt eine Illustration, in der sie ihn an den Haaren zieht und bedrohlich eine Keule schwingt. Tschintu seinerseits hat seine Frau in einen Käfig eingesperrt.

In der letzten Geschichte geht es um Baron Adlernase. Er ist gemein und gierig. Damit die Dorfbewohner ihre Häuser von ihm kaufen und den überhöhten Mieten entgehen können, stiehlt Taschi Gold aus Adlernases Schatzhöhle und die Dorfbewohner lügen diesem vor es sei von deren Kindern gesandt worden. Jacks Vater findet so ein Verhalten vollkommen in Ordnung und sagt: „‘Baron Adlernase hat bekommen, was er verdient hat […]‘“ (S. 156)

Fazit

Das Kinderbuch kann mich nicht überzeugen. Das schönste an ihm sind die gelungenen Illustrationen. Die Texte sind für Kinder verständlich geschrieben, doch ich finde den Inhalt ungeeignet. Es ist kein Grund erkennbar, warum die Eheleute sich gegenseitig beleidigen, einsperren oder vielleich sogar schlagen und auch das Motiv des Drachen, der seine Familie gefressen hat, bleibt unklar. Schlimm wird es für mich dann aber doch, wenn Taschi den traurigen Drachen in eine Falle lockt oder Jacks Vater Lüge und Diebstahl in Ordnung findet. An der Stelle frage ich mich, ob die Autorinnen auch gerne ein stehlendes und lügendes Kind hätten.

1 von 5 Sternen

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Das Buch kann man direkt beim Verlag erwerben

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Gelesen: Nymphensittiche

Autorin: Hildegard Niemann

Taschenbuch: 64 Seiten

Verlag: Gräfe und Unzer Verlag GmbH

Auflage: 7 (2015)

ISBN-13: 978-3833812026

Preis: 8,99 EUR

Es hat sich durch Zufall ergeben, dass ich zum Besitzer von zwei kleinen, aufgeweckten Nymphensittichen wurde. Um ihnen ein schönes Heim bieten zu können, habe ich diesen Ratgeber gekauft.

Inhalt

Es handelt sich um einen Ratgeber zur Haltung von Nymphensittichen. Dieser Deckt alle Felder von der Anschaffung, über den Käfig und die richtige Ernährung, bis hin zur Gestaltung der Umgebung ab.

Umsetzung

In der Regel werden Vögel im Käfig gehalten (bei mir ist dieser generell offen, damit die zwei fliegen können, wann immer ihnen danach ist) und erhalten jeden Tag Freiflug. Aus diesem Grund muss der Käfig, neben dem geeigneten Standort, verschiedene Anforderungen erfüllen. Im Buch wird ausführlich darauf eingegangen.

Gut gefallen mir die Checklisten. Sie bieten Informationen zu verschiedenen Themen, wie den Gefahren im Haushalt, Anforderungen an die Halter oder eine Übersicht zu den möglichen Erkrankungen und wie man diese erkennt.

Die Vögel gesund zu erhalten spielt eine wichtige Rolle, weshalb dieses Thema einen großen Stellenwert im Buch hat und sich hierbei nicht nur mit der richtigen Ernährung beschäftigt.

Aus Erfahrung weis ich, dass Nymphensittiche verspielt und neugierig sind. Um den Spieltrieb zu befriedigen gibt es etliche Anregungen.

Abgerundet wird das Buch durch einen Serviceteil, in dem man verschiedene Ansprechpartner findet, wenn Fragen zur Haltung bestehen. Ebenso wird auf Zeitschriften verwiesen, wenn man bei der Vogelhaltung auf dem Laufenden bleiben will.

Nymphensittiche sind freundliche Tiere und eine Bereicherung. Leider erweckt das Buch den Eindruck, dass man sehr schnell Vertrauen aufbauen kann – aus diesem Grund sollen sie auch gut zu Kindern passen. Meiner Erfahrung nach braucht es aber viel Zeit und Geduld.

Ebenso sehe ich die Aussage kritisch, dass Nymphensittiche zu zweit gehalten werden sollten. Es sind sehr soziale Tiere, die mindestens zu zweit gehalten werden müssen! Als einer verstarb, war der Rat der Tierärztin eindeutig: der andere Vogel braucht so schnell wie möglich einen neuen Spielkameraden.

Fazit

Das Buch bietet einen schnellen und guten Überblick zum Erwerb und der Haltung von Nymphensittichen.

4 von 5 Sternen

Hinweis: Dieses Buch wird nicht mehr vom Verlag geführt. Allerdings gibt es eine aktualisierte Neuausgabe: ISBN-13: 978-3833855139

Gelesen: Lichterglanz und Sternenschein


Autorin: Ursel Scheffler

Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann Verlag

Auflage: 1. (1. August 2017)

ISBN-13: 978-3780663009

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
5 – 7 Jahren

Preis: 14,95 EUR

Aufmachung des Buchs

Das Buch ist im Hardcover gebunden. Schrift und Sterne auf der Vorderseite sind golden und glänzen im Licht. Die Seiten sind etwas dicker und schneeweis, sodass die Illustrationen gut zur Geltung kommen.

Inhalt

Es handelt sich um eine Sammlung von insgesamt 20 Geschichten und Gedichten der Autorin Ursel Scheffler, die zur Winterzeit spielen. Die meisten beziehen sich auf das Weihnachtsfest, es gibt aber auch Texte, in denen nur die Winterzeit eine Rolle spielt.

Umsetzung

Die Illustrationen sind durchweg gelungen. Sie sind alle farbig, aber nicht kitschig bunt oder überladen. Für die Kinder gibt es kleine Details zu entdecken, wie eine Maus, die sich hinter einem Tannenbaum versteckt oder einem Rotkehlchen, das auf einem Ast sitzt und das Geschehen beobachtet. Besonders gefallen hat mit das Bild zu einer Geschichte, in der Vater und Sohn zusammen mit einer Tanne auf einem Schlitten ins Tal fahren.

Die Geschichten sind alle sehr abwechslungsreich. In einem Text übernachten zwei Kinder in einem Kaufhaus, um in einem Spielzeugladen die ganze Nacht spielen zu können. In einer anderen wundern sich Tiere darüber, dass es Tannen gibt, die nachts im Winter blühen und ein Schneemann wünscht sich, alle Spielgeräte auf einem Spielplatz ausprobieren zu können. In einer wird sogar erklärt, was Weihrauch ist, wie er gewonnen wird und warum er Jesus geschenkt wurde.

Mit manchen Geschichten kann ich mich nicht anfreunden. So pinkelt sich ein Junge in die Hose, da er vor seinem Auftritt beim Krippenspiel zu viel Beruhigungstee trinkt. Oder der Weihnachtsmann bedient sich moderner Technik, sodass Geschenke mittlerweile über die Datenautobahn im Internet versandt werden. Darüber hinaus sprechen verschiedene Texte von einem Spielzeugland, welches zwischen den Wolken liege. Dies ersetzt die Weihnachtswerkstatt am Nordpol.

Die Wortwahl finde ich manchmal unglücklich. Das Buch ist für Kinder ab fünf Jahren gedacht, doch welches Kind kann etwas mit Begriffen wie „Gabentisch“, „Fata Morgana“ und „Kleiber“ (das ist eine Vogelart) anfangen?

Mit der Formulierung hapert es manchmal auch. „Papa zündet den Baum an.“ (S.68). Ich vermute, dass der Vater die Lichter am Baum entzündet und nicht den ganzen Baum in Flammen aufgehen lässt.
„[…] mit Stimmen so leis wie Schnee.“ (69) Welche Geräusche macht Schnee?
„‘Das wär säär schlächt!‘, ruft der Specht […]“ (S.57). Da es in der Regel Erwachsenen sein werden, die die Texte lesen, ist es unnötig Worte abzuwandeln. Und bei Kindern, die gerade mit dem Lesen anfangen, sollte man auf korrekte Rechtschreibung achten, damit sie diese richtig lernen. Darüber hinaus reimt sich ‚schlecht‘ auf ‚Specht‘. Warum hier eine Abwandlung durchgeführt wurde, verstehe ich nicht.

Fazit

Eine nette Sammlung von Texten zur Weihnachts- und Winterzeit. Die Illustrationen sind durchgehend gut gemacht. Leider können die Geschichten zum Teil nicht überzeugen.

3 von 5 Sternen

Leseprobe und Erwerbsmöglichkeit gibt es beim Verlag

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Gelesen: Rica erzählt – es weihnachtet sehr

Rica erzählt: es weihnachtet sehrGebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann

Auflage: 1 (1. August 2017)

ISBN-13: 978-3780662972

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
3 – 6 Jahre

                                                                  Preis: 4,95 EUR

Aufmachung des Buchs

Das Buch ist im Hardcover erschienen. Die Seiten haben die selbe Dicke, wie bei Bilderbüchern.

Es ist durchgängig mit schönen Illustrationen bebildert. Die Illustratorin schafft es dabei, interessante Details einzubauen, nach denen Kinder suchen werden, ohne sie mit Motiven zu überfrachten.

Die Bücher der Reihe „Rica erzählt“ haben die Größe 11,3 x 11,3 cm. Sie sind handlich für kleine Kinder, die selbst einmal in den Büchern blättern möchten.

Inhalt

Das Büchlein enthält sechs Geschichten:
– Wir feiern Sankt Martin
– Nikolaus und die drei Geschenke
– Der Weg nach Bethlehem
– Jesus ist geboren
– Wir feiern Weihnachten
– Sie haben den Stern gesehen

Umsetzung

Durch die Wahl der Geschichten lässt es sich nicht nur gut an Weihnachten lesen. Vielmehr kann man Kindern von November bis Anfang Januar die Geschichten rund um die Feiertage näher bringen.

Das kleine Schaf Rica, leicht erkennbar an seinem roten Halsband und einem kleinen Glöckchen, führt die Kinder durch alle Geschichten.

Bei der Auswahl der Geschichten gefällt mir besonders, dass die Hintergründe für manchen Brauch erklärt werden. So lernen die Kleinen die Geschichte des Nikolaus kennen. Mir als nicht-Katholik war nicht klar, was es mit der Aufschrift „C+B+M“ auf sich hat, aber auch das wird erklärt.

Die Zeit, in der die Geschichten spielen, wechselt. Sankt Martin oder die Geschichte zu den Heiligen Drei Königen zum Beispiel spielen in der Gegenwart, während wir in die Vergangenheit „zurückreisen“, um den Nikolaus bei seinen guten Taten zu begleiten oder zu beobachten, wie Maria und Josef einen Platz zum schlafen suchen.

Besonders gefallen hat mir die Geschichte zu Sankt Martin. Am Ende des Textes fällt Lea ihr Martinsmann herunter und Leo, ihr Bruder, teilt seinen mit ihr. Sie zeigt, dass man ohne große Mühe auch heute noch Gutes tun kann.

Die Sprache ist einfach gehalten und die Sätze sind nicht allzu lang, sodass auch kleine Kinder den Geschichten mühelos folgen können.

Fazit

Meiner Meinung nach ein rundum gelungenes Buch für die Weihnachtszeit, dass durch Bilder und einfache Sprache die Weihnachtsbotschaft erlebbar macht.

5 von 5 Sternen

Leseprobe und Erwerbsmöglichkeit gibt es beim Verlag

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Gelesen: Drachenstarke Abenteuergeschichten

Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann

Auflage: 1 (1. August 2017)

ISBN-13: 978-3780662873

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
5 – 7 Jahre

Preis: 12,95 EUR

Aufmachung des Buchs

Der Buchtitel und das dazugehörige Bild können ein wenig verwirren. Einen Drachen gibt es nur in einer der Geschichten. Vielmehr sieht man hier die Helden verschiedener Texte. Die Bilder im Buch sind im gleichen Stil gemalt.

Inhalt

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Geschichten, unterschiedlicher Autoren. Hierdurch sind alle Texte abwechslungsreich. Manche spielen in der Gegenwart, andere in der Vergangenheit, ebenso sind manche reine Fantasiegeschichten, während andere in der Realität spielen könnten. Darüber hinaus haben alle Autoren ihren eigenen Erzählstil.

Umsetzung

Das Buch ist vor allem für Jungen geschrieben und die Auswahl der Geschichten spiegelt das wider. Man begegnet u.a. Piraten, Wikingern, Gespenstern und Rittern. Mal geht es um die Jagd nach dem großen Abenteuer, in anderen Geschichten wiederum um die Suche nach einem Schatz.

Zu jeder Geschichte gibt es ein großes, buntes Bild. Sie sind schlicht gehalten und nicht überladen, trotzdem gibt es bei allen von ihnen ansprechende Details zu entdecken.

Die Geschichten sind hin und wieder einfach nur unterhaltsam. So fragen sich zwei Gespenster in Ausbildung, ob sie um Mitternacht nun spuken oder spucken sollen und man Köpfe oder doch eher Knöpfe rollen lässt. Sowas passiert schnell, wenn die Tinte im Lehrbuch verwischt.

Andere Texte haben einen ernsten Hintergrund. So versucht ein junger Pirat zu verschleiern, dass bei ihm daheim alle in Hängematten, anstatt in richtigen Betten schlafen und es keine Treppen zwischen den Etagen gibt, sondern Kletterseile. Er fürchtet, dass sein Freund ihn ablehnen könnte, wenn er merkt, dass es bei ihm nicht „normal“ zugeht. Mit Überraschung lernt er, dass Fremdartigkeit  spannend sein und Interesse wecken kann.

Ähnlich geht es einem kleinen Gespenst, das niemanden zum Spielen hat und auf einen Vampir trifft. Obwohl sie unterschiedlich sind, finden sie schnell Dinge, die ihnen gemeinsam Spaß machen, wie das Poltern in der Küche oder das Herunterrutschen auf Treppengeländern.

Die Geschichten sind jeweils um die vier Seiten lang. Das (Vor-)lesen dauert nicht lange, sodass sie sich als Gute-Nacht-Geschichten eignen oder einfach zwischendurch gelesen werden können.

Fazit

Das Buch ist rundum gelungen. Es ist unterhaltsam, regt aber auch immer wieder zum Nachdenken an, besonders wenn es um das Miteinander und Freundschaft geht. Die Texte sind abwechslungsreich und spannend. Kinder können sich so jeden Tag auf eine neue Geschichte freuen.

5 von 5 Sternen

Leseprobe und Erwerbsmöglichkeit gibt es beim Verlag

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Gelesen: Tinka Stinka zeigt es allen

Autorin: Klara Kamlah

Gebundene Ausgabe: 32 Seiten

Verlag: Ernst Kaufmann

Auflage: 1 (1. August 2017)

ISBN-13: 978-3780662910

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
4 – 10 Jahre

Preis: 12,95 EUR

Aufmachung des Buches
Das Buch hat einen Hardcover Umschlag. Die Seiten sind stabil – wenn man sein Kind umblättern lassen möchte, kann man das gerne machen. Das Papier ist matt, nicht glänzend. Hierdurch reflektieren die vielen farbigen Bilder deutlich weniger Licht, was die Betrachtung angenehmer macht.

Umsetzung
Themen wie Andersartigkeit und Mobbing und wie man damit umgeht, sind immer aktuell. Kinder begegnen ihnen im Alltag. Dieses Buch greift das Thema Ausgrenzung aus der Sicht eines Außenstehenden auf. An der Seite von Max erfährt man wie Tinka, ein Stinktier, gehänselt wird.

Dass die Geschichte aus der Sicht von Fuchs Max erzählt wird, eröffnet meiner Meinung nach verschiedene Blickwinkel auf die Situation. Es geht nicht nur darum, wie sich ein Mobbingopfer fühlt oder was es gegen seine Situation tun kann, auch das Umfeld wird in die Betrachtung einbezogen.

Max hängt Vorurteilen nicht nach, im Gegenteil. Er selber kann keinen Geruch bei Tinka feststellen, weshalb er gar nicht erst in die Hänseleien einstimmt. Für ihn ist sie einfach eine neue Mitschülerin, die er kennenlernen möchte. Doch Torben sieht das anders. Seiner Meinung nach stinken Stinktiere und schnell stimmen die anderen Tierkinder in die Hänseleien ein. Max fühlt sich schrecklich, denn er sieht wie verletzt Tinka ist und er macht sich Vorwürfe, nicht mutig genug zu sein, um den anderen zu sagen, dass das was sie tun falsch ist.

Die Bilder sind detailreich. Egal ob in der Klasse, wo einige Kinder Zahlen und Notizen aufschreiben, während andere Papierflieger kreisen lassen oder draußen auf dem Schulhof, wo mit Eicheln gespielt wird. Es gibt vieles zu entdecken.

Fazit
Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Max zeigt Kindern, dass sie sich selbst eine Meinung bilden sollten, anstatt Vorurteilen nachzuhängen und das es manchmal Mut braucht, um nicht tatenlos zuzusehen, wenn jemand ausgegrenzt wird.

5 von 5 Sternen

Leseprobe und Kaufmöglichkeit gibt es beim Verlag

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Gelesen: Mucker & Rosine – die Rache des ollen Fuchses

9783407821669Autorin: Kristian Andres

Gebundene Ausgabe: 161 Seiten

Verlag: Beltz & Gelberg

Auflage: 1 (30. September 2015)

ISBN-13: 978-3407821669

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
6 – 8 Jahre

Preis: 13,95 EUR

Das erste Buch „Mucker und Rosine“ habe ich nicht gelesen. Das ist für diesen Band auch nicht notwendig. In der Geschichte erfährt der Leser, dass der Fuchs im vorhergehenden Buch geschrumpft und mit einer Silvesterrakete Richtung Mond geschossen wurde. Es ist also klar, warum er Rache üben möchte. Auch wenn der Titel es vermuten lässt, steht die Rache des Fuchses nicht im Vordergrund.

Aufmachung des Buches
Das Hardcover Buch ist durchweg bunt bebildert. Die Schrift ist größer und es sind ausreichend Abstände zwischen den Zeilen vorhanden, sodass auch Kinder das Buch gut lesen können.

Umsetzung
Ein roter Faden fehlt in diesem Buch. Es handelt sich eher um die Aneinanderreihung verschiedener Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben. Der kleine Drache lernt zu Beginn des Buches fliegen und später bringt ihm Rosine das Lesen bei.
Tante Heidi kommt zu Besuch und will ihren Putz Fimmel ausleben. Durch Zufall erlebt sie, wie die Zauber vom Bären auf ihren Staubsauger wirken und will ihn dazu überreden, ihre Staubsauger zu verzaubern, damit sie diese verkaufen kann.
Der Fuchs wurde vor knapp einem Jahr geschrumpft und mit einer Silvesterrakete Richtung Mond geschossen. Diesen hat er natürlich nicht erreicht und so streift er wieder durch den Wald, mit dem Wunsch erneut groß zu sein und sich an den anderen Waldbewohnern zu rächen. Einen Plan hierfür hat er nicht. Er führt Nacktschnecken an, die ihn durch den Wald tragen. Und später befiehlt er Förstern, ihn zu Mucker zu bringen und diesen „weg zu pusten“. Allerdings kommt in diesem Moment der Zauberbär vorbei und sagt dem Fuchs, dass dieser verschwinden soll, was selbiger auch tut.
Das Buch ist durchgängig bunt bebildert. Teilweise nehmen diese eine ganze Seite ein und weisen viele Details auf. Sie sind auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.
Schwierigkeiten habe ich mit dem „Turbo“. Die Eule wickelt sich immer wieder einen Turban – richtig benannt wird dieser leider nicht.
„Sie äugte die Regale ab[…]“ S. 39. Der Duden kennt beäugen – abäugen ist ihm unbekannt.
Gerade weil Kinder die Sprache erst noch erlernen müssen, finde ich es wichtig, dass zutreffende Begriffe genutzt werden.

Fazit
Ein paar nette Geschichten zum Vorlesen oder Selberlesen, aber leider fehlt ein roter Faden. Man erfährt etwas über das Leben der Waldbewohner, während die Geschichten Höhepunkte leider vermissen lassen. Auch der Fuchs – immerhin im Titel des Buches benannt – spielt nur eine Nebenrolle. Die Auflösung des Konflikts mit ihm ist enttäuschend.

3 von 5 Sternen

Leseprobe und Kaufmöglichkeit gibt es beim Verlag

Gelesen: Hotel Wunderbar

9783864292521Autorin: Anna und Barbara Fienberg

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten

Verlag: Tulipan Verlag

Auflage: 1 (19. August 2016)

ISBN-13: 978-3864292521

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 – 11 Jahre

Preis: 13,00 EUR

Inhalt

Mika ist der Sohn eines Hotelbesitzers. Eines Tages im Winter trifft er auf einen Obdachlosen und bietet ihm einen Platz zum Schlafen an. Mit der Zeit kommen neue Hilfsbedürftige hinzu und er gibt sich alle Mühe, Betten herzurichten, Frühstück zu machen und alles geheim zu halten. Selbst als die Schule wieder anfängt, verzichtet er auf Schlaf und Freizeit, um zu helfen. Im Gegenzug findet er neue Freunde, die sein Leben bereichern.

Umsetzung

Der Einstieg ins Buch ist eher traurig. Der Leser erfährt, dass Mikas Mutter vor einiger Zeit gestorben ist und sich der Vater von diesem Schlag nicht erholt hat. Er verbringt wenig Zeit mit seinem Sohn und stürzt sich in die Arbeit. Weihnachten geht an ihm gänzlich vorbei. Mika belastet das.

Die Figuren sind alle authentisch und jede hat ihre Eigenheiten. Teddy hat ein gemütliches Wesen. Seine Freundin Käthe hingegen redet sehr viel und ist schnippisch. Herbert hingegen drückt sich sehr vornehm aus. Durch diese unterschiedlichen Figuren wird die Geschichte lebendig und spannend.
Besonders liebenswert ist Silvester. Ein junger Hund, der noch nicht stubenrein ist, aber dafür gerne kuschelt.

Die s/w Bilder sind sehr detailliert.

Mikas Lieblingsspiel ist „Hase und Jäger“. Eine Spielanleitung dazu gibt es am Ende des Buches

Fazit

Ein spannendes Buch über Selbstlosigkeit und Menschlichkeit. Den Einstieg finde ich ein wenig schwermütig, aber die tollen Figuren überzeugen von Anfang an. Und die Botschaft hinter der Geschichte ist großartig.

5 von 5 Sternen

Leseprobe und Bestellmöglichkeit gibt es beim Verlag

Gelesen: Der Sternenhase

978-3864292750Autor: Martin Klein

Gebundene Ausgabe:
36 Seiten

Verlag: Tulipan Verlag

Auflage: 1 (1. August 2016)

ISBN-13: 978-3864292750

Vom Hersteller empfohlenes Alter:
4 – 6 Jahre

Preis: 17,00 EUR

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Gelesen: Noch 24 Mal schlafen … Die schönsten Adventsgeschichten

978-3845815107Autoren: diverse

Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: arsEdition

Auflage: 1 (30. September 2016)

ISBN-13: 978-3845815107

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 12 Jahre

Preis: 9,99 EUR

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