Archiv der Kategorie: Schreibwerkzeuge

Gedichte analysieren

Hin und wieder schreibe ich auch Gedichte. Für mich ist es die schönste Art Gefühle oder Gedanken auszudrücken. Meist geht das sogar besser als mit langen Texten. Dafür ist das shreiben dieser kleinen Kunstwerke umso schwieriger. Ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Versmaß schon immer äußerst schwer getan – das wird sich wohl auch nicht ändern.

Auf der Suche nach einer Lösung bin ich auf folgende Webseite gestoßen: http://poetron-zone.de

Hier gibt es den sogenannten „metricalizer“. Ein nützliches Programm, wie ich finde. Es analysiert eingegebene Gedichte auf das mögliche Versmaß und zeigt es an. Wenn es einem der vorgegebenen Schemata (Jambus, etc.) entspricht, wird dies auch angezeigt.

Ein anderes Plus ist die automatische Silbentrennung. Bei einzelnen Gedichtformen kommt es gerade auf die Anzahl von Silben an. Das Programm trennt sie sauber und erstellt eine kleine Auflistung, um schnell sehen zu können, welche Zeilen aus dem Rahmen springen.

Mir hat es schon mehr als einmal geholfen holprige Stellen zu finden, sodass ich weiter basteln konnte, bis das Gedicht für mich passte.

Handungsmatrix und Personenregister im Heftroman

Zur Vorbereitung auf meinen eigenen Groschenroman habe ich mir ein Buch aus dem Autorenhausverlag gekauft. „Heftromane schreiben und veröffentlichen“ von Anna Basener. Das Buch ist interessant beschrieben und informiert über die Abläufe bei denjenigen Verlagen, die regelmäßig neue Hefte herausbringen.

Ich persönlich habe mir nicht zum Ziel gesetzt meine Geschichte bei Cora oder Kelter unterzubringen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Heftromane für trivial halte – ganz im Gegenteil. In jedem Heftroman steckt viel Recherche, etwas das mich selbst überrascht hat. Egal ob idyllische Heimatromane, Arzthefte oder Geschichten über den Adel: alle Heftromane müssen authentisch sein. Man muss die Orte kennen, um sie genau beschreiben zu können. Kennt- nisse über Fachbegriffe und Etikette sind ebenso unabdingbar. Nach lesen dieses Buches ist mein Respekt für Heftromanautoren gestiegen.

Im dritten Kapitel widmet sich Anna Basener dem „wie“. Sie stellt die einzelnen Teile einer Geschichte vor, die ineinander gewebt werden wollen: Figuren, Orte, Sprache, das obligatorische Happy End und viele weitere. Dabei stellt sie Tech- niken vor, die man auch für größere Buchprojekte nutzen kann.

Sie beschreibt das Muster eines Heftromans mit der Handlungsmatrix.

  1. Zwei Personen treffen aufeinander und verlieben sich
  2. Jemand oder etwas steht dieser Liebe entgegen
  3. Ein Ereignis tritt ein, dass den Konflikt beseitigt
  4. Das Paar kann endlich zusammen sein

In einem Heftroman ist die Anzahl von Figuren übersichtlich. Um sich einen Eindruck zu verschaffen und nicht durcheinanderzukommen schlägt sie ein Personenregister vor. Dort werden nur die wichtigen Eckdaten festgehalten.

  • Name
  • Alter
  • Beruf
  • Aussehen
  • Eigenheiten
  • Ansichten

Es handelt sich hierbei um eine Kurzliste als praktische Hilfe fürs Schreiben. Eine ausführliche Charakterisierung für die Protagonisten ersetzt sie nicht.

Die Story oder „was wäre, wenn …?“

Bevor das Schreiben losgehen kann muss man sich Gedanken über die Geschichte machen, die erzählt werden soll. Ich selber bin ein planerischer Schreiber, sodass es mir leichter fällt, wenn ich vorher jede Menge Notizen, Listen und Ideen niedergeschrieben habe. Dem ersten Kapitel von „Fast Fiction“ folgend, habe ich mir also Gedanken über die Geschichte gemacht, die erzählt werden soll. Doch wo anfangen?

Eine tolle Möglichkeit, die ich in einem Schreibseminar kennengelernt habe, ist die Frage: „was wäre, wenn … ?“

  • Was wäre, wenn der Erdkern immer heißer wird und die Erdoberfläche erhitzt?
  • Was wäre, wenn jemand in die Zukunft reiste, aber nicht mehr nach Hause könnte?
  • Was wäre, wenn ein Gamer in die Welt eines Rollenspiels gezogen würde?

Diese Fragetechnik lässt sich unendlich oft wiederholen. Solange bis man als Autor die Frage gefunden hat, die einen am meisten interessiert oder zu der einem spontan etwas einfällt.

Heute schon draußen gewesen? Die tollsten Geschichten lassen sich sprich-wörtlich auf der Straße finden. Es können Gesprächsfetzen sein, die einen inspirieren. Ein verfallen Haus, aus dem eine Geistergeschichte wird. Vielleicht führt die Wut über Schlaglöcher auch zur Revolte durch Autofahrer. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn man für die eigene Geschichte vielversprechende Ideen hat, so kann man über die Prämisse nachdenken. Die Prämisse ist ein einziger Satz, der den Kern der Geschichte wiedergibt. Für manche Autoren ist es schwierig eine Geschichte in einem Satz einzufangen. Man kann ruhig mit drei oder vier Sätzen anfangen und dann formuliert man soweit um und neu, bis man zu diesem einen, wichtigen Satz kommt. Den Satz, auf dem eine ganze Geschichte aufbaut.

Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich ebenfalls Gedanken über das Genre und die Zeit, in der die Geschichte spielen soll, machen. Diese zwei Elemente bestimmen immerhin was für eine Geschichte am Ende entstehen wird.